Geschichte und Gesetze

Eine kurze Historie der Luftaufnahmen

Die Schlacht von Solferino war die entscheidende Schlacht zwischen dem Kaiserreich Östereich und dem Königreich Sardinien mit ihrem Verbündeten Frankreich. Der französische Fotograf und Luftschiffer Nadar stieg während der Schlacht in ein Ballon und fuhr über das Schlachtfeld. Nadar machte die erste Luftaufnahme der Geschichte.

Zunächst fand die Luftbildfotografie ihre Anwendung in Militärischen Bereichen. Ab 1920 stieg auch das Interesse der Naturwissenschaftler an Aufnahmen aus der Luft. Talbert Abrams, ein US-Amerikaner, fand während des ersten Weltkriegs den Weg zur Luftbildfotografie. Nach dem Krieg entwickelte er 1937 die Abrams P-1 Explorer (Bild links), das erste Flugzeug, das speziell für Luftbildaufnahmen entwickelt wurde.

Die Luftbildfotografie entwickelte sich zum Bestandteil groß angelegter Bauprojekte, wie zum Beispiel dem Straßenbau. Aber so richtig zugänglich für die Allgemeinheit wurden Luftaufnahmen erst mit Google Earth. Bis dahin waren Satelliten Bilder der Erde meist dem Militär vorbehalten. Diese wurden nun mit Hilfe des Internets allen zugänglich gemacht. Mit der Entwicklung moderner Drohnen haben sich auch die Kosten der Finanzierung solcher Projekte erheblich verbessert.

Was sind Drohnen und welche Drohnen gibt es?

Drohne ist ein umgangssprachlicher Bergriff für ein unbemanntes Luftfahrzeug (engl. unmanned aerial vehicle, UAV). In der breiten Bevölkerung hat sich der Begriff Drohne aber durchgesetzt und meint sowohl zivile als auch militärische unbemannte Luftfahrzeuge.

Wie in vielen technischen Bereichen wurden Drohnen zuerst zu militärischen Zwecken genutzt. Zum einen haben sie die Aufgabe über den feindlichen Linien aufzuklären ohne Menschenleben zu gefährden. Zum anderen können Drohnen mit Waffen bestückt und auf Ziele angesetzt werden. Den Weg in den zivilen Bereich fand die Drohne erst nach dem sich die Technik zu attraktiven Preisen produzieren ließ. Vor einigen Jahren waren Drohnen noch großen Filmstudios vorbehalten und nun finden sie sich unter vielen Weihnachtsbäumen wieder. Die Qualität der Steuerung und der Bilder reichen noch nicht an professionelle Drohnen heran, aber Technik begeisterte kommen auch damit auf ihre Kosten.

Neben dem Begriff Drohne sind auch die Begriffe Quadrocopter, Hexacopter oder auch Octacopter sehr geläufig. Diese Namen werden von der Anzahl der Rotoren hergeleitet, vier (quadro), sechs (hexa) und acht (Octa) stehen für eine Drohne mit eben dieser Zahl an Rotoren.

Regeln und allgemeine Fragen zu Drohnen

Für den Betrieb von Drohnen und Flugmodellen mit einem Gewicht von über 30 Kilogramm braucht es eine Bewilligung des BAZL. Das Amt legt die Bedingungen für die Zulassung und den Betrieb in jedem einzelnen Fall fest. Die Vorgaben für den Betrieb von Drohnen und Flugmodellen bis zu einem Gewicht von 30 Kilogramm finden sich in der  «Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien»

Ich fliege sicher, daher
  • Kenne ich die Gesetze und halte mich daran
  • Beherrsche ich meine Drohne sicher
  • Respektiere ich die Privatsphäre anderer
  • Gefährde ich weder Menschen noch Tiere
  • Fliege ich nicht in gesperrten Naturschutzgebieten
  • Kläre ich mit lokalen Behörden ab, ob es Flugeinschränkungen gibt
  • Weiche ich anderen Luftfahrzeugen rechtzeitig aus
  • Bin ich ausreichend versichert
Ohne Bewilligung fliege ich nicht
  • Näher als 5 km rund um Flugplätze und Heliports
  • Über 150 m Grund in Kontrollzonen
  • In der Nähe von Blaulichteinsätzen
  • Über oder näher als 100 m von Menschenansammlungen
  • Ohne direkten Sichtkontakt zur Drohne
  • Mit Fluggeräten über 30 kg Fluggewicht